Fast genauso dumm wie der Rest…

Armer Thomas, was war nur los mit ihm

January 26th, 2008 @ 0:19 by lookshe

In der Nacht vom 9. zum 10. Januar bin ich so gegen kurz nach 2 Uhr wachgeworden, weil jemand auf der Straße elendig laut rumschrie und Glas schepperte ohne Ende. Irgendwann ist derjenige dann mit quietschenden Reifen davon gefahren. Am nächsten Tag habe ich von den Nachbarn über mir erfahren, dass es sich um Thomas, einen Nachbarn aus dem 4. Stock handelte, der wohl durchgedreht hat. Bei uns im Haus hat er 3 Fensterscheiben und die Eingangstür demoliert. Was er sonst noch so trieb, konnte man kurze Zeit später in den Nachrichten lesen.

Er war daraufhin erstmal über eine Woche in der Psychatrie und hat zeitweise Ausgang bekommen. Einmal letzten Samstag und dann sollte er dieses Mal das ganze Wochenende zu Hause verbringen können. Er kam wohl schon so gegen Freitag Mittag raus und wurde dann auch von einigen Leuten und Nachbarn beim Einkaufen gesehen. Diese meinten auch, dass er sich ganz normal verhalten hätte, wie immer also. Und dann so gegen 16 Uhr hörte die Nachbarin über mir beim Blumen gießen nur einen dumpfen Schlag. Thomas hat sich, kurze Zeit nachdem er beim Einkaufen gesehen wurde, von seinem Balkon in den Tod gestürzt. Soll kein schöner Anblick gewesen sein. Das Kriminalamt hat erstmal alles abgesperrt und untersucht, ob es sich nicht um Mord handelt. Dies war aber definitiv nicht der Fall. Ich war zu der Zeit noch arbeiten, so brauchte ich mir den Anblick nicht antun und außerdem wäre ich nicht mal zu mir in die Wohnung gekommen, wegen der Absperrung.

Bis zu dem Vorfall mit der “Amokfahrt” ist nie irgendetwas komisch an ihm gewesen, außer kleinen Ticks, die wir ja aber alle haben… Niemand kann sich erklären, wieso das ganze passiert ist. Seine Mutter wird der Vorfall wohl auch sehr stark mitnehmen, da ihr Mann sich damals auf die gleiche Weise das Leben nahm.

Wie dem auch sei, ruhe in Frieden Thomas.
Wollen wir mal hoffen, dass dieses Jahr besser weiter geht. Langsam hab ich vom Tod genug, erst meine Tante Ende ‘06, dann ein guter Freund der Familie vor nem halben Jahr und nun sowas… irgendwas ist da im Busch!

Immer haben die anderen Recht…

January 22nd, 2008 @ 20:23 by lookshe

Hatte der Patrick in seinem Kommentar doch tatsächlich Recht. Wenn ich nur nach dem Etch-Tutorial vorgehe, klappt es wunderbar. Einziges Problem war noch der ClamAV, der wohl einem bekannten Bug zum Opfer gefallen ist und keinen Socket anlegt. Leider find ich grad den Bug-Eintrag nimmer. Jetzt läuft zum Scannen der Mails jedenfalls AntiVir. Ich weiß, nicht die beste Wahl, aber was anderes kostenloses, dass unter Linux läuft und sich in Amavis integrieren lässt, habe ich leider nicht gefunden.
Etwas Nerviges war noch, dass Spam zwar markiert wird, aber trotzdem noch im normalen Posteingang landet. Das hat auch noch mal paar Stunden gebraucht, da Google da leider nicht allzu hilfreich war. Jetzt gehts allerdings. Hatte von Anfang an eine fast richtige Lösung gehabt. Dovecot legt die Mails per “deliver” ab. Ein Script hatte ich ja schon, nur da dies nicht ging, habe ich mehrere andere Sachen mit procmail und maildrop probiert. Leider funktioniert das alles nicht, wenn man Dovecot nutzt, da dann vom Postfix das “mailbox_command” in der Config ignoriert wird. Dann stellte sich später raus, als ich endlich mal in das Log vom Dovecot gesehen habe, dass alles die ganze Zeit richtig war, nur der Ordner falsch angegeben wurde. Auf der Platte sind die Mailverzeichnisse mit .$Ordnername angegeben, wenn man es mit Deliver verschieben will, muss man die Ordner ohne den Punkt vorne dran angeben… darauf muss man erstmal kommen.

So sieht das Script jetzt jedenfalls aus:

require "fileinto";
if header :contains "subject" ["SPAM"] {
   fileinto "Junk";
} else {
   keep;
}

Wenn man sich die Dokumentation zu Sieve, so heißt die Sprache in der man sowas schreibt, mal genauer ansieht, kann man damit echt tolle Mailfilter und noch einiges mehr basteln. Werd ich mich mal irgendwann ransetzen, dann brauch ich das nicht mehr erst im Thunderbird über Filter sortieren lassen.

Durch das wälzen der Dokus, kann ich das ganze jetzt aber auch problemlos mit maildrop und procmail machen. Hatte also auch was Gutes. :)

Die spinnen die Amis

January 20th, 2008 @ 3:35 by lookshe

Da hat’s mich doch fast vom Stuhl gehauen heute, als ich diese Heise-News im Ticker gelesen habe…
60.000 Dollar Strafe für DNS-Abruf

Zitat:

Er benutzte den UNIX-Befehl “host -l” und stieß damit einen Zonentransfer beim DNS-Server der Firma Sierra Corporate Design an. Der Server rückte auf diesen Befehl hin die Informationen bereitwillig heraus, und damit die komplette interne Adress- und Namensstruktur von Sierra. Nach eigenen Angaben ist die Firma spezialisiert auf Webhosting und Internet-Services.

Der Server war also öffentlich zugänglich und gab auf eine simple DNS-Anfrage alles preis. Wenn man das verhindern will, sollte man es sperren. Für eine Firma, die im Bereich Webhosting und Internet-Services tätig ist, sollte dies kein Problem darstellen, in dem Fall aber scheinbar schon…

Hier mal der Auszug aus der Manpage von host:

List mode is selected by the -l option. This makes host perform a zone transfer for zone name. Transfer the zone printing out the NS, PTR and
address records (A/AAAA). If combined with -a all records will be printed.

Ganz böser Befehl also, wird wohl in “Good old Germany” dann auch bald verboten werden, Hackerparagraph und so.

Weiter heißt es im Text:

Das Gericht stellte fest, dass Ritz dabei seine “Identität hinter Proxies verbarg, ein UNIX-Betriebssystem verwendete und neben anderen Methoden Shell Accounts einsetzte. Außerdem gab er sich als Mail-Server aus.” Die auf diese Weise gewonnenen Informationen machte Ritz publik. Diese Information, stellte das Gericht fest, sei nicht öffentlich verfügbar gewesen. Damit habe Ritz die Datensicherheit von Sierra gefährdet, Ritz sei also als Hacker einzustufen, schließlich sei der Befehl “host -l” dem normalen Anwender nicht bekannt.

Nicht öffentlich zugänglich? Dabei hat er doch mit der Aktion das genaue Gegenteil bewiesen.
Und ein UNIX-Betriebssystem, uh sehr böse!!! Da ich das Windows ja auch nur noch zum Spielen nutze, und sonst immer Linux, bin ich natürlich auch ein ganz böser H4xx0r *g*. Apropos Hacker, da könnte man doch glatt mal auf’s Habo verweisen. Sind ja auch alles H4xx0r dort. Zumindest die meisten im Planschbecken (leider nur für angemeldete Mitglieder sichtbar)

Aber die Strafe errechnet sich ja mal auch geil:

Der nachgewiesene Schaden für Sierra beläuft sich dem Urteil zufolge auf knapp 3000 Dollar für die durch Ritz’ Aktionen notwendig gewordenen Änderungen der internen Kommunikationsstruktur, also Änderungen von Hostnamen und -adressen. Daraus errechnete das Gericht eine Zahlung von 50.000 Dollar – ein in den USA übliches Verfahren, wo anders als im deutschen Recht Strafe und Schadenersatz bei vorsätzlichen Taten miteinander verquickt werden. Obendrauf kommen noch einmal 10.000 Dollar für Missachtung des Gerichts; Ritz hatte während des laufenden Verfahrens die von Sierra betriebene Seite Newsfeeds.com aufgerufen, obwohl ihm das Gericht untersagt hatte, “irgendeine Website von Sierra zu besuchen”.

Bei kleinen Vergehen hauen wir also erstmal ordentlich was drauf. Ja ne, schon klar…

Aber irgendwie hat der Typ schon was, sich das Gericht einfach so am Arsch vorbeigehen zu lassen. Mal sehen wie das weitergeht, da kommt bestimmt noch ein Echo.

Und täglich grüßt der Mailserver…

January 18th, 2008 @ 0:30 by lookshe

Langsam hab ich genug von Mailservern. Erst hab ich auf dem Root-Server unter Ubuntu Feisty Fawn 14 Stunden gebraucht um den Mailserver mit SMTP, IMAP, POP3, Webmailer und Datenbankanbindung zum laufen zu bekommen, und nun fängt das Spiel von neuem auf diesem VServer an. Beim Ubuntu brauchte ich einen Mix aus 2 Tutorials1 2 bis es endlich mal lief. Natürlich kann ich das jetzt nicht auf Debian Etch anwenden…
Am Wochenende werd ich mich dann nochmal intensiv ransetzen und gucken wo es hackt. So wie es scheint, bekommt der Dovecot nur nicht das Passwort. Denn scheinbar geht nur die Authentifizierung noch nicht korrekt, zumindest ist das bisher der einzige Fehler der im Logfile auftaucht.. Und ein wenig meckert Amavis auch noch, weil Clam-AV nicht korrekt läuft, aber zur Not kann man das erstmal deaktivieren. Die Logs für’s Senden und Empfangen sehen aber bis auf die Warnung wegen Virenscanner, der nicht läuft, wunderbar aus. Das ist wenigstens eine gute Sache dabei. So wird sich der Aufwand hoffentlich gering halten.
Das Etch-Tutorial hat mir zu viel sinnlosen Müll in der Datenbank, den ich nicht brauche, will das deshalb eigentlich nicht nutzen. Aber vielleicht versuch ich es doch mal nur so zu machen, mehr als schiefgehen wie jetzt kann es ja auch nicht.
Ich freue mich jetzt schon, wenn wir Mitte Februar den Root-Server umstellen und ich dann da wohl auch wieder Probleme haben werde.
Und schon wieder schreib ich zu so später Stund. Sogar genau gleich.
Und das ohne es in der Datenbank umzustellen. :lol:



  1. http://workaround.org/articles/ispmail-sarge/ []
  2. http://workaround.org/articles/ispmail-etch/ []

Goodbye Cruel World

January 16th, 2008 @ 0:30 by lookshe

Immer diese ersten Programme und Nachrichten mit dem “Hello World”-Gedöhns, wenn man etwas neues beginnt. Ist mir ehrlich gesagt zu blöd, deshalb nenn ich es sinnloser Weis’ mal “Goodbye Cruel World”.

Und NEIN, es hat nichts damit zu tun, was hier geschrieben wird. Dieser Blog dient ausschließlich dazu, die manchmal auftretende Langeweile zu bekämpfen oder sonstigen Unfug anzustellen. Also im Prinzip nichts neues.

Und JA, das ist ein Song von Pink Floyd, die wunderbare Musik komponiert und gespielt haben.

Und da ich gerade anfange, wird es wohl noch etwas dauern, bis ich den passenden Style gefunden habe und die Links korrekt angepasst sind.

So, ist schon spät, morgen ist wieder Arbeit angesagt, also werd ich dann mal richtung Bett/Sofa wandern.